Wahrheit? - Lüge? - Fakten?
Jun 2nd, 2008 by Wu-Lan-Tong
Was ist Wahrheit, was ist Lüge?
Eine Frage die man wohl nie allgemein beantworten kann. Jeder muss seine eigene Wahrheit finden. Fakten sammeln, diese beleuchten und dann für sich selbst entscheiden, welche Wahrheit die für ihn geltende Wahrheit ist.
Jeder muss aber nicht nur seine Wahrheit finden, jeder muss auch seinen Weg gehen. Jeder muss seine Prioritäten setzen und für sich ganz alleine abwägen, ob es ihm wichtig ist er selbst zu bleiben, oder vielleicht nach außen ein falsches Ich zu zeigen, nur um Freunde zu haben oder halten.
Die Spreu trennt sich sehr schnell vom Weizen, das merkt man, wenn man seine eigenen klaren Ansichten kundtut, die nicht unbedigt dem entsprechen, was sich die “kunterbunte hab-euch-alle-lieb Wattewelt” vielleicht in ihren Gedanken zusammengesponnen hat.
Das verlogenste, was es für mich persönlich gibt, sind Menschen, die bei all ihrem Handeln im Hinterkopf haben, auch nichts zu tun, was einem vielleicht keine Freunde macht. “Freunde”, die man so gewinnt, sind falsche Freunde, die bei der nächsten Gelegenheit ihr Fähnchen wieder nach dem Wind drehen. Aber das muss jeder für sich selbst lernen.Wahre Freunde hat man einfach und sie erwähnen das Wort “Freund” erst gar nicht.
Bei einem wahren Freund darf man zu jeder Zeit man selbst sein und genau das ist ein Mensch, auf den man immer zählen kann. Ein Mensch, der einfach nur da ist, ohne große Reden von Freundschaft zu halten.
Ich bin Ich!
Ich habe schon immer zum Grundsatz gehabt:
“Sei wie du bist, aber habe den Mut, es ganz zu sein!”
Ich habe mir zum Grundsatz gemacht, keine Entscheidungen treffen mit dem Gedanken mir “Freunde” zu machen oder auch nicht. Wobei ich das Wort Freunde hier eigentlich lieber durch “Wohlgesonnene” oder auch einfach nur engere Bekannte ersetzen würde.
Bei allen Entscheidungen betrachte ich die Sachlage, hole mir Fakten, überdenke die Möglichkeiten die ich habe und entscheide dann, nach Abwägung der Vor- und Nachteile wie ich handel.
Ich weiss, es klingt knallhart, ist aber eben sehr ehrlich.
Des weiteren habe ich mir zum Grundsatz gemacht, speziell in der virtuellen Welt mit niemandem mehr wirklich persönlichen engeren Kontakt zu pflegen, besonders wenn man in die Situation kommen könnte, in irgendeiner Art weisungsbefugt zu sein.
Ich bin weder falsch, noch fühle ich mich wichtig. Ich bin distanziert und werde das auch immer bleiben, ob das nun jemand versteht oder nicht, ist mir eigentlich egal.
Meine Meinung ist eben, dass man keine Neutralität bewahren kann, wenn man allzu viele private Kontakte pflegt und dann als weisungsbefugte Person eben irgendwem mal etwas nicht so angenehmes sagen muss. Es war immer so und wird immer so bleiben, dass man dann eben doch sehr leicht Gefahr läuft den einen oder anderen aus dem Bauch heraus zu bevorzugen.
Smalltalk mt Bekannten ist ok, aber persönliches und echte Freundschaften bleiben bei mir außen vor, weil ich leider immer wieder an ganz verschiedenen Stellen beobachte, dass man in dumme Zwickmühlen kommen kann und nicht wirklich neutral einer Sache gegenübersteht. Genau dann passiert es, dass man ganz schnell die “Wahrheiten” anderer als seine eigenen “Wahrheiten” annimmt, ohne sie wirklich zu hinterfragen.
Wer etwas von mir erfahren möchte, wird sich die Mühe machen müssen, mich ganz direkt zu fragen. Dann kann er sicher sein, auch eine klare Antwort zu bekommen. Auch zu irgendwelchen Gerüchten, die sonstwo kursieren.
Gerüchte entstehen immer gleich: Man schnappt etwas auf, registriert etwas, denkt sich seinen Teil und hat das nun im Hinterkopf als für sich geltende “Wahrheit”. Das ist absolut menschlich und normal.
Aber meine eigene Devise ist immer: wer sich verteidigt, klagt sich an und solange ich nicht direkt gefragt werde, äußere ich mich auch nicht zu solchen Gerüchten. Wer daran interessiert ist, eine Sachlage wirklich zu durchleuchten, macht sich auch die Mühe, mehr als nur eine “Wahrheit” zu hören.
Wer dies nicht tut, soll eben mir der “Wahrheit” weiterleben, die er für sich in seinem Kopf hat.
Und am Ende meiner sehr langen Gedankensplitter mein Fazit:
Privates, damit meine ich eben wirklich meinen privaten Freundeskreis, meine ganz privaten Hobbys werde ich immer sehr fein trennen von der großen virtuellen Welt in irgendwelchen Communities oder Foren. Ob es nun zuviel verlangt ist, das zu akzeptieren weiss ich nicht. Es ist aber eben wie es ist und nun benutze ich ein ganz abscheuliches Wort. Das ist reiner Egoismus, um mich selbst davor zu schützen, jemals in eine Zwickmühle zu kommen, hier eine Entscheidung treffen zu müssen, die vieleicht aufgrund irgendwelcher freundschaftlicher Verbindungen ungerecht ausfällt.










