Wer glaubt ist nie allein
Jun 20th, 2008 by Wu-Lan-Tong
Wer glaubt ist nie allein
Ein Satz, der gerade in den letzten Tagen sehr oft gefallen ist.
Ein Satz, über den ich lange nachgedacht habe.
Ein Satz, den bestimmt auch viele belächeln.
Was bedeutet eigentlich Glauben?
Glauben hat nicht wirklich etwas mit Kirche oder Religion zu tun.
Glauben ist etwas, das viel umfassender ist,
etwas das jeder in sich trägt.
Ich höre förmlich einen Aufschrei derer, die nun sagen:
“Wir sind aber Atheisten!”
Aber glauben Atheisten nicht auch?
Sie glauben an nichts, sagen sie.
Auch das ist ein Glaube, sage ich.
Glauben und glauben lassen!
Wenn jeder sich das zur Devise machte,
gäbe es viel weniger Kriege
und viel weniger Tote im Namen des Glaubens.
Missionierung ist der größte Feind des Glaubens,
das behaupte ich.
Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt,
was Glaubenskriege im Namen der Mission angerichtet haben.
Warum meinen eigentlich so viele Glaubensgemeinschaften,
sie müssen andere von ihrem Glauben überzeugen,
also missionieren?
Wieso ist es nicht möglich,
ganz einfach den Glauben des anderen zu akzeptieren?
Ist es nicht vollkommen egal,
wie man das nennt, an was man glaubt?
Gott, Manitu, Allah, Buddha … nichts …
Glauben, egal an wen oder was, ist Hoffnung.
Glauben bringt Zuversicht und Stärke.
Nur das zählt in meinen Augen.
Wer glaubt ist nie allein
Ich wünsche mir, ich glaube daran,
dass es irgendwann mal so weit ist,
dass die Menschheit so weit fortgeschritten ist,
jeden glauben zu lassen, was er selbst glauben möchte.
Ich wünsche mir, ich glaube daran,
dass irgendwann alle Menschen gemeinsam glauben können,
ohne den anderen von seinem ganz persönlichen Glauben zu überzeugen.
Ich wünsche mir, ich glaube daran,
dass irgendwann Glauben und Frieden
gemeinsam auf dieser Welt existieren können.
Wer glaubt ist nie allein
Nur ein paar Gedankensplitter…
anlässlich des Papstbesuches in Bayern
vom 09.09.06 bis zum 14.09.06
Der Papst - ein Mensch der mich tief beeindruckt und fasziniert.
Nicht als Oberhaupt irgendeiner Kirche,
nein als ein Mensch, der tief mit seiner Heimat verwurzelt ist.
Ein Mensch unter Menschen, der es vielleicht schafft,
auch die Kirche menschlicher zu machen…
Diesen Text habe ich schon vor längerer Zeit in meinem alten Blog geschrieben.
Er ist mir jedoch so wichtig, dass ich ihn hierher übertragen habe.










